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Aphorismen


Auf Wunsch können meine Bilder mit diversen Aphorismen und Sinnsprüchen versehen werden - anbei eine Auswahl:


Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein, des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
1. Moses 9, 12-14


Denn es wird an der Größe und Schönheit der Geschöpfe ihr Schöpfer wie in einem Bild erkannt. Trotzdem sind sie nicht zu sehr zu tadeln; denn sie irren vielleicht und suchen doch Gott und hätten ihn gern gefunden.
Denn sie gehen zwar mit seinen Werken um und erforschen sie, aber sie lassen sich durch das, was vor Augen ist, gefangennehmen, weil so schön ist, was man sieht.
Doch sind sie damit nicht entschuldigt, denn wenn sie soviel zu erkennen vermochten, dass sie die Welt durchdringen konnten, warum haben sie nicht viel eher den Herrn über das alles gefunden?
Weisheit 13, 5-9


Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang.
5. Moses 4, 9


Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, /und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sag´s dem andern, /und eine Nacht tut´s Kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; /unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande / und ihr Reden bis an die Enden der Welt.
Psalm 19, 2-5


Die erste Ursache

Die erste Ursache von allem
ist weder Sein noch Leben;
denn sie ist es ja gewesen,
die Sein und Leben erst erschaffen.

Die erste Ursache
ist auch nicht Begriff oder Vernunft;
denn sie ist es ja gewesen,
die Begriffe und Vernunft erst erschaffen.

Die erste Ursache
ist auch nicht an einem Ort zu finden,
weder an einem Ort im Raum,
noch an einem Ort in den Gedanken;
denn jeder Ort ist ja nur ein Geschöpf.

Nichts in dieser Welt ist die erste Ursache;
Denn alles in dieser Welt
Ist ja von ihr erschaffen.

Und dennoch ist sie keineswegs ohne Macht:
Denn sie hat doch alles erschaffen,
alles ins Sein gerufen, was ist.
Und Schöpfung, Ruf ins Sein, braucht eine Macht,
damit auch wirklich etwas entsteht.

Und dennoch ist diese erste Ursache
Auch keine Macht;
Denn sie ist es ja gewesen,
die die Macht erst erschaffen hat.

Nach Dionysius Areopagita


Über Zen

Es gibt eine Wirklichkeit,
die vor Himmel und Erde steht. Sie hat keine Form,
geschweige denn einen Namen.
Augen können sie nicht sehen.
Lautlos ist sie,
nicht wahrnehmbar für Ohren.
Sie Geist oder Buddha zu nennen,
entspricht nicht ihrer Natur,
wie das Trugbild einer Blume wäre sie dann.
Nicht Geist noch Buddha ist sie;
vollkommen ruhig erleuchtet sie in wunderbarer Weise.
Nur dem klaren Augen ist sie wahrnehmbar.
Das Dharma ist sie
Und wirklich jenseits von Form und Klang.
Das Tao ist sie,
und Worte haben nichts mit ihr zu tun.
In der Absicht, Blinde anzuziehen,
ließ Buddha seinem goldenen Munde
spielerische Worte entspringen;
seitdem sind Himmel und Erde überwuchert
mit dichtem Dornengebüsch.
O meine lieben und ehrenwerten Freunde,
die ihr hier versammelt seid:
Wenn ihr euch danach sehnt,
die donnernde Stimme des Dharma zu hören,
gebt eure Worte auf,
entleert eure Gedanken,
dann kommt ihr so weit,
das eine Sein zu erkennen.

Daio Kokushi


Der Weg nach Hause

Ich trat ein und wusst´nicht wo,
und ich blieb auch ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.

Wo ich eintrat, wusst´ich nicht.
Doch als ich mich dort gewahrte,
ohne Kenntnis meier Bleibe,
hörte ich von großen Dingen.
Was ich hörte sag´ ich nicht.
Blieb ich doch ganz ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.

Frieden war´s mit Gott und Welt,
wovon ich zutiefst erfuhr
ganz allein in meinem Herzen.
Klar ward mir der rechte Weg.
Alles war so voll Geheimnis,
dass ich nur noch stammeln konnte,
alles Wissen übersteigend.

Trunken war ich, wie von Sinnen,
hingerissen, außer mir.
Blieb dabei doch mein Empfinden
jeglicher Empfindung bar.
Und der Geist sah sich beschenket
Mit Verstehn, das nicht verstand,
alles Wissen übersteigend.

Jeder, der dorthin gelangt,
wird ganz irre an sich selbst.
Alles, was er vorher wusste,
scheint ihm jetzt verschwindend klein.
Und sein Wissen wächst so sehr,
dass er ohne Wissen bleibt,
alles Wissen übersteigend.

Doch je höher man dort steigt,
desto weniger versteht man,
dass die dunkle Wolke kommt,
um die Nacht uns zu erhellen.
Wer sie kennt, die dunkle Wolke,
der bleibt immer ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.

Dieses Wissen, was nichts weiß,
ist von großer Mächtigkeit,
und die Weisen können nie,
denkend sich´s zu eigen machen.
All ihr Wissen reicht nicht hin,
nicht verstehend zu verstehen,
alles Wissen übersteigend.

Jenes allerhöchste Wissen
ist so überhoch erhaben,
dass kein Können und kein Wissen
jemals es begreifen kann;
nur wer selber sich besiegte
durch ein Wissen, das nicht weiß,
wird´s für immer übersteigen.

Doch wer hören will, der höre:
Dieses allerhöchste Wissen
ist Empfinden hoch erhaben
Gottes eig´ner Weisheit;
Diese wirkt in ihrer Güte
Und lässt nicht verstehend bleiben,
alles Wissen übersteigend.

Johannes vom Kreuz


Komm, komm, wo immer du gerade bist

Komm, komm, wo immer du gerade bist!
Wanderer, Andächtiger, Liebhaber des Abschieds.
Es spielt keine Rolle.
Unsere Karawane
Ist kein Ort der Verzweiflung.
Komm,
komm, selbst wenn du
deine Gelübde
schon tausendmal gebrochen hast.
Komm,
komm trotzdem wieder,
Komm!

Inschrift auf dem Grab von Mevlana Dschelaleddin Rumi


Ich habe die ganze Welt

Ich habe die ganze Welt
Auf der Suche nach Gott durchwandert
Und ihn nirgendwo gefunden.

Als ich wieder nach Hause kam,
sah ich ihn an der Türe meines Herzens stehen.
Und er sprach:
„Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten.“
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.

Rumi


„Was suchst du mich in deinen Gebetsbüchern? Spür mich, ich bin da!“

Rumi


O, der du Mir dienst, wo suchest du Mich?

O, der du mir dienst, wo suchest du Mich?
Siehe, Ich bin bei dir.
Ich bin weder im Tempel noch in der Moschee,
weder in der Kaaba noch auf dem Kailash.
Weder bin ich in Riten und Zeremonien,
noch in Yoga oder Entsagung.
Wenn du ein wahrhaft Suchender bist,
wirst du mich sogleich sehen.
Mir begegnen im gleichen Augenblick.
Kabir sagt: O Sadhu!
Gott ist der Atem allen atems.

Kabir


Gott spricht

Wenn du dich mir stetig näherst
Und dies mit ganzer Hingabe tust,
bis du eins wirst mit meiner Liebe,
dann bin Ich das Ohr mit dem du hörst,
das Auge mit dem du siehst,
die Hand mit der du greifst,
der Fuß mit dem du gehst.

Außerkoranisches Wort des Propheten


Gott tut im Heil´gen selbst
All´s, was der Heilge tut,
Gott, geht, steht, liegt, schläft, wacht,
isst, trinkt, hat guten Mut.

Gott ist mein Geist, mein Blut,
mein Fleisch und mein Gebein;
wie soll ich dann mit ihm
nicht ganz durchgottet sein?

Nicht du bist, der da lebt
Denn das Geschöpf ist tot!
Das Leben, das in dir
Dich leben macht, ist Gott.

Angelus Silesius


Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, / und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
Psalm 36, 10


Denn du hast meine Nieren bereitet / und hast mich bereitet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, / dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; / dass erkennt meine Seele.
Psalm 139, 13-14


Achte gut auf diesen Tag

Achte gut auf diesen Tag
denn er ist das Leben.
Das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf
Liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins.
Die Wonne des Wachsens,
die Größe der Tat
und die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch – richtig gelebt –
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.
Drum achte gut auf diesen Tag!

Aus dem Sanskrit


 
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